Restaurant Bienenheim Nürnberg

  • Restaurant Bienenheim

    Das Bienenheim.
    Griechenland mitten in Nürnberg!
    genießen. feiern. tradition.

Neuigkeiten aus dem Bienenheim

Abendzeitung Nürnberg

Biergarten-Serie: „Kalisperasas banander!“

So stellt sich der passionierte Spinaterer womöglich sein Paradies vor: Ein Seidlein Hefeweizen vor sich, eines in Arbeit, das Schäufala im Anmarsch, Abendsonne zwischen den Lindenblüten, Eichhörnla-Fangerlens in den Kiefern, ansonsten Ruhe über den Tischen, höchstens kurz unterbrochen von dem zweisprachigen Gruß „Kalisperasas banander!“ Das Schöne ist, dass es so einen Kleingarten Eden bereits in diesem Leben gibt. Muss man sich nur durch die verwinkelten Zerzabelshofer Seitenstraßen durcharbeiten, und schon steht man mitten im Wald vor der Kleingartenkolonie „Bienenheim“ mit dem angeschlossenen Gasthaus samt Biergarten-Idylle. „Wir haben“, sagt Dimitrios Tatsis, „den Biergarten mit der schlechtesten Lage in Nürnberg.“ Dabei ist es höchstwahrscheinlich die schönste Lage, nur finden muss man die Idylle halt.

Vor dreizehn Jahren hat der verhältnismäßig waschechte Nürnberger Dimitrios das von den Zerzabelshofer Bienen- und Bohnenzüchtern vor rund 80 Jahren (Der Imkerverein besteht schon seit 102 Jahren) erbaute Gasthaus für sich und seine Ehefrau Evi entdeckt. Seitdem ist hier nicht nur die Amtssprache fränkisch-griechisch, sondern auch die von Eva Lanzidi geführte Küche.

Am deutlichsten merkt man das am inzwischen schon fast legendären mediterranem Vorspeisenteller. Der besteht aus immer frischen Beilagen, Käse, Olivenpaste, Auberginenmus, Zucchini, Paprika, Pepperoni und noch ein paar Feinheiten, reicht für zwei, kostet 8,50 Euro, heißt unter Griechen Tirokavteri, beim Chef aber „Griechischer Oobadzder“.

„Ich bin nämlich“, erklärt er, „in Närmberch aff die Welt kummer, 1972, Flurschdrass Nummer acht.“ Soll heißen in der städtischen Frauenklinik. Dimitrios Eltern sind 1963 aus Ioannina nach Nürnberg aus- und inzwischen wieder in Nordgriechenland eingewandert.

Dass auch der Sohn dorthin zurückgeht, wo er gar nicht herkommt, ist unwahrscheinlich. Mir sin da dahamm.“ Was man unter anderem auch am fränkischen Teil der Speisekarte spürt: Das Schäufala mit Kloß und Salat (8,50 Euro) ist von Kennern schon als „sensationell“ gerühmt worden, die fränkischen Bratwürste („Fei nedd die glann Dinger mit 60, sondern die richdich großn mit 80 Gramm“) mit hausgemachtem Kartoffelsalat schmecken nicht nur dem Gast, sondern mit 4,90 Euro auch seinem Geldbeutel.

Ausgeschenkt wird aus dem Hause Tucher, wenn’s nach dem Unkrautzupfen dringend nötig ist, auch in Maßen, und der Gratis-Uso nach der weit über die Vorstadtgrenze hinaus berühmten Lammhax’n ist Usus. Manchmal schaukelt im Stamperla sogar ein vielsterniger Metaxa. Und man findet noch schwerer heim als hin.

Fürs Auffinden des Biergartens Bienenheim noch ein Tipp: In Zabo-Mitte am besten nach dem „Dimmi“ fragen – unter dem Namen kennt den Wirt, der jetzt schon seit dreizehn Jahren Chef in der Reichswald-Idylle ist, fast jeder Einheimische. Ein zweiter Tipp: Immer der Nase nach und dem Duft von Lindenblüten, Bratwurst, Schäufala und Lammhax’n. Bis man die Worte hört: „Kalisperasas banander!“

Klaus Schamberger

Feiern im Bienenheim

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